Mahnfeuer am Polderkreuz 09.12.2016

 

 

 

Beim abendlichen Mahnfeuer in weihnachtlichem Rahmen am Polderkreuz in Schwenningen informierte zunächst Bürgermeister Schilling über das vom Wasserwirtschaftsamt Donauwörth vorgestellte "Hochwasserschutz Aktionsprogramm Schwäbische Donau". Dieses Konzept beinhalte nun neben den Flutpolder auch Maßnahmen zur Verbesserung des Grundschutzes, Deichrückverlegungen bei Tapfheim und zwischen Tapfheim und Donauwörth, Auwaldanbindungen und Untersuchung der Wirksamkeit der Staustufen. Nach einer differenzierten Bewertung der Flutpolderstandorte zwischen Leipheim und Donauwörth seien nun 3 Polder in Leipheim, Helmeringen und Neugeschüttwörth übrig geblieben.

 

Bürgermeister Malz betonte, dass man mit dem gemeinsamen Widerstand der IG in den letzten zwei Jahren erreicht habe, dass die Behörden jetzt bereit seien, diese verschiedenen Maßnahmen im Rahmen eines Gesamtkonzepts zu untersuchen. Der Polder Tapfheim-Schwenningen sei zwar momentan in der Brisanz nach hinten gerutscht, dies sei aber kein Anlass zu einem Freudenfeuer, da die Ergebnisse der Untersuchungen erst abgewartet werden müssten. Auch bei Umsetzung des Polders Neugeschüttwörth sei die Tapfheimer Flur betroffen, da das Wasser über die Gemarkung Rettingen wieder in die Donau zurückfließen müsse. Er betonte weiterhin die Solidarität der örtlichen IG mit den anderen Interessengemeinschaften, um eine umfassende und faire Abarbeitung aller Alternativen seitens der Behörden sicherzustellen.

 

Auch MdL Johann Häusler sprach von einer Beruhigungsstrategie der Behörden vor Weihnachten und meinte, bei unterschiedlicher Gewichtung der Bewertungskriterien könne der Polder Tapfheim-Schwenningen schnell wieder in der Prioritätenliste nach oben steigen.

 

Abschließend bedankte sich Elmar Sinning, Vorsitzender der örtlichen IG, bei allen Anwesenden für ihre Unterstützung und leitete zum weihnachtlichen Teil des Abends über.

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