3. regionales Diskussionsforum in Mertingen - Gemeinsame Abstimmung der Lösungsansätze

Das Wasserwirtschaftsamt lud am 26.07.2016 die betroffenen Gemeinden, die Interessengemeinschaften und die Vertreter der verschiedenen Verbände zu einer neuen Runde im Kampf um die Flutpolder. In den letzten Veranstaltungen wurde nicht mehr vom hundertjährigen Hochwasser (HQ100) gesprochen, sondern von einem tausendjährigen (HQ1000) bzw. Extrem-Hochwasser (HQE). Der mögliche Schaden ist bei einem  HQ100 mit 120 Millionen Euro nur 4% des Schadenspotentials bei einem HQE. Bei einem solchen Extremhochwasser würden laut Aussage von H. Neumeier (WWA Donauwörth) auch die Polder nicht mehr helfen. Allerdings möchte das WWA das Wort Polder nicht mehr benutzen, weil es inzwischen in der Bevölkerung negativ empfunden wird. Mittlerweile spricht man nur noch von technischen Rückhalteräumen, die Ziele sind jedoch die gleichen geblieben.
Neu war, dass es erstmals keine Fachvorträge von „Fachleuten“ gab, sondern dieses Mal sollten die Betroffenen Fragen des Wasserwirtschaftsamtes beantworten. Deren Strategie wurde allerdings schon im Vorfeld durchschaut. Das Ziel war eindeutig: Wo und wie könnten sich die Betroffenen einen Polder vorstellen, was als Basis weiterer Verhandlungen gesehen wird. In verschiedenen Arbeitskreisen sollten folgende Fragen beantwortet werden:

1. Wie schätzen Sie das Hochwasserrisiko für die Region ein?
Für die Gemeinde und im Speziellen für die Anwohner entsteht das größte Risiko allerdings erst durch den Bau der Polder, wenn Keller volllaufen werden und gleich hinter den Häusern bis zu 5 m hoch ein riesiger See stehen wird!

2. Welche Hochwasserschutzmaßnahmen sollten umgesetzt werden?
Das zeigt, dass die zuständigen Behörden in den vergangenen fast 2 Jahren nicht  zugehört haben, wenn Alternativen angesprochen wurden!

3. Wo sind Polder möglich?
Dies war die unverschämteste aller Fragen, denn hier sollen die Betroffenen gegeneinander ausgespielt werden, indem sie Zusagen über mögliche Polderstandorte machen!

4. Nach welchen Kriterien sollten Polderstandorte ausgewählt werden?
Auch hier zeigt sich die Rücksichtslosigkeit der zuständigen Behörden. Die Zerstörung unserer Heimat, der Natur, und der Schaden für unsere Häuser durch den Bau der Polder wird mit keinem Gedanken bedacht!

Wir bitten die Bürgerinnen und Bürger, helfen sie mit! Wehren sie sich gegen den Bau der Polder und gegen die Zerstörung unserer Heimat!

 

Gerhard Kaltner
IG Hochwasserschutz Ja, Polder Nein

 

 

 

2. regionales Diskussionsforum in Höchstädt - Lösungsansätze

Lösungsansätze für einen verbesserten

Hochwasserschutz

 

Am 14.06.2016 fand wieder eine sogenannte Dialogveranstaltung statt. In Wirklichkeit war es aber der Versuch der Wasserwirtschaftsämter, der Staatsregierung und der Staustufenbetreiber, die geplanten Flutpolder zu rechtfertigen. Inzwischen wird nicht mehr das Hundertjährige Hochwasser als Szenario angenommen, sondern ein Tausendjähriges Extremhochwasser. Mit diesen höheren Zahlen soll Angst gemacht und Panik geschürt werden. Von den Anwesenden wurde Solidarität gefordert. Jeder Abschnitt entlang der Donau soll 10% zum Hochwasserschutz beitragen, der bereits bestehende Riedstrom wird dabei aber nicht angerechnet. Ein Mitarbeiter der Bayerischen Elektrizitätswerke stellte die möglichen Einflüsse der Staustufen auf den Hochwasserschutz erwartungsgemäß als sehr klein dar. Die Ablagerungen in den Stauseen versuchte der parteiische „Fachmann“ sogar zu leugnen!

Das Fazit der einseitigen Veranstaltung war wieder einmal: Die Staatsregierung und ihre ausführenden Organe halten mit allen Mitteln an den Polderplänen fest – wir müssen uns wehren!

 

Gerhard Kaltner

IG Hochwasserschutz Ja, Polder Nein

1. regionales Diskussionsforum in Leipheim - Schadenspotential

Lösungsansätze für einen verbesserten

Hochwasserschutz

 

Am 14.06.2016 fand wieder eine sogenannte Dialogveranstaltung statt. In Wirklichkeit war es aber der Versuch der Wasserwirtschaftsämter, der Staatsregierung und der Staustufenbetreiber, die geplanten Flutpolder zu rechtfertigen. Inzwischen wird nicht mehr das Hundertjährige Hochwasser als Szenario angenommen, sondern ein Tausendjähriges Extremhochwasser. Mit diesen höheren Zahlen soll Angst gemacht und Panik geschürt werden. Von den Anwesenden wurde Solidarität gefordert. Jeder Abschnitt entlang der Donau soll 10% zum Hochwasserschutz beitragen, der bereits bestehende Riedstrom wird dabei aber nicht angerechnet. Ein Mitarbeiter der Bayerischen Elektrizitätswerke stellte die möglichen Einflüsse der Staustufen auf den Hochwasserschutz erwartungsgemäß als sehr klein dar. Die Ablagerungen in den Stauseen versuchte der parteiische „Fachmann“ sogar zu leugnen!

Das Fazit der einseitigen Veranstaltung war wieder einmal: Die Staatsregierung und ihre ausführenden Organe halten mit allen Mitteln an den Polderplänen fest – wir müssen uns wehren!

 

Gerhard Kaltner

IG Hochwasserschutz Ja, Polder Nein

 

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